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Explorer of the Seas

















Explorer of the Seas 07.05. - 14.05.2019 Westeuropa 7 Tage


07.05.2019 Dienstag Anreise nach Barcelona/Spanien

Eigentlich ist das erste Glücksgefühl einer schönen Reise bereits gut 48h vor dem Abheben eingetreten. Diesmal habe ich zum ersten Mal ein Gebot für ein Upgrade beim Fliegen abgegeben, eigentlich nur ein Mindestgebot, aber es wurde für den Hinflug nach Barcelona angenommen.

Frühstück an Bord

Also fliegen wir diesmal Business Class. Ist nicht die Welt, aber der Zugang zur Lufthansa Lounge ist es schon wert gewesen. Da läuft die Zeit zum Boarding ganz entspannter runter. Natürlich dann als einer der ersten in den Flieger. Als Verpflegung für 2h Flug haben wir so an einen besseren Snack gedacht, aber es kam ein vollwertiges Frühstück mit Müsli, Käse etc... Gut Schinken und Rührei war nicht dabei, hat aber auch nicht gefehlt. 

Richtig satt und entspannt verging die restliche Zeit sprichwörtlich wie im Flug und wir landeten pünktlich um 11 Uhr in Barcelona.


Anflug auf Barcelona

 

Unsere Koffer kamen, dank der Priority Aufkleber als einer der ersten, also raus zum Checkpoint. 

Die Mannschaft hier ist gut eingespielt, so dauerte es nicht lange bis ein kleines Häufchen Gleichgesinnter zusammen war und wir mit dem Bus zum Hafen transportiert wurden. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Kurz vor 12 Uhr starteten wir am Flughafen, um 12.50 Uhr standen wir schon im richtigen Stockwerk, aber erst ab 13.30 Uhr sollten die Türen aufgehen. Also ab ins Windjammer Restaurant und etwas Leichtes gegessen und getrunken. Dann entschieden wir uns für einen Kaffee in der Diamond Lounge, leider war die Kaffeemaschine kaputt, aber es kam jetzt die Durchsage, die Kabinen wären jetzt frei.

Somit trabten wir wieder runter, und gingen in unsere Juniorsuite auf Deck 9.

Juniorsuite auf Deck 9


Für 16.15 Uhr war der Muster Drill angesetzt, diesmal mit Jacke bei beschaulichen 15° Aussentemperatur. In 15 Minuten war aber dieser auch vorbei, so trollten wir uns nach einiger Zeit wieder in die Diamond Lounge zur Happy Hour. Noch ganz im Gespräch vertieft mit sehr netten Leuten aus New Jersey, bemerkten wir die näher kommende MeinSchiff 2. Da klärte uns der Captain auch schon auf, dass wir bereit wären zum Ablegen, aber vorher wird noch die MeinSchiff 2 reinkommen. Er muss sich der Verspätung damit fügen. Leider kam auch noch eine Fähre vorher rein, erst als die MeinSchiff 2 knapp an uns vorbei zu gefahren ist konnten wir raus. Eine Stunde später als geplant.

Unsere Koffer kamen auch jetzt auf die Kabine, und unser guter Geist für die nächsten 7 Tage stellte sich auch vor.

Die Abfahrt von Barcelona fällt bei dem trüben Wetter nicht schwer.

Mit einem Abendessen am mexikanischen Buffet beendeten wir den Tag, ein Abstecher in die Diamond Lounge musste natürlich auch noch sein, wenn die Happy Hour schon bis 20.30 Uhr geht. Kurz noch durch die Shops und der Tag war gelaufen.

 

08.05.2019 Mittwoch Valencia/Spanien

  

Valencia


Schon am Vorabend mit dem Cruise Compass sind die Informationen für alle Häfen auf dieser Reise mitgeliefert worden. Eigentlich ganz praktisch für den All Inclusive Kreuzfahrer. Aber manche Sachen sollten doch selbst organisiert werden. Am Beispiel Valencia, hier wurde ein Shuttle Bus bis zur Stadtmitte angeboten, für 12 $ hin und zurück, eigentlich ein Schnäppchen, bei gut 40 Minuten Fahrt. Eigentlich! Für Sparfüchse wurde auch der kostenlose Transfer zur Hafenterminal angeboten, und genau den haben wir genommen und nicht bereut. 

Playa

Da wir sowieso nicht weiter in die Stadt wollten, sondern lieber zum Strand und dessen Flaniermeile, war diese Wahl genau richtig. 


Der Clou kam uns aber erst bei der Rückkehr zum Hafenterminal, von wo aus auch die Fähren ablegen. Hier ist ein Stand vom Tourismusbüro, die verkaufen die Valencia Tourist Card für 12€, wo Bus und Metro frei sind, 20 Museen freien Eintritt und, und, und...! Also für einen City Trip zuerst mit dem kostenlosen Shuttle zum Hafenterminal, dann weiter mit der Valencia Tourist Card in die Stadt oder sonst wo hin.

Nach unserem Strand Ausflug genehmigten wir uns noch einen Café con Leche in dem kleinen Restaurant am Hafenterminal. Mit 1,60€ auch ein Superpreis, dann aber wieder zurück auf das Schiff, bevor die Massen kommen. 

Gleich auf ein Eis, denn mit knapp 25° ist es im Vergleich zu gestern brüllend Heiss. Jetzt noch etwas Ruhe, denn um 16 Uhr ist der Next Cruise Talk. Dieser, das war uns vorher schon bewusst, ist eine Verkaufsveranstaltung, trotzdem mit einigen Informationen und natürlich der üblichen Verlosung am Ende. Leider verwechselte die Dame etwas, das die neue, momentan in Bau befindliche Odyssee of the Seas, nicht wie von ihr behauptet wurde, zur Oasis Klasse gehört, sondern ein sogenanntes Quantum plus Schiff wird. Schwamm drüber, gewonnen haben wir auch nichts, also gingen wir gleich anschliessend in die Diamond Lounge. Wieder hatten wir Glück und kamen mit Australier ins Gespräch, das sehr kurzweilig ausfiel.

Heute schon war die Formal Night, wo auch wir uns herausputzten. Bei der Vorstellung des Captains und seiner ranghöchsten Offiziere auf der Promenade erfuhren wir, dass 61 Deutsche an Bord sind, die am stärksten vertretene Nation war aber Australien. Wen wundert es, das halbe Schiff ist seit Sidney oder Singapur unverändert.

Heute bietete sich auch zum ersten Male die Gelegenheit so etwas wie einen Sonnenuntergang festzuhalten, oder zumindest so was ähnliches. 

 


Die Temperatur ist auch noch angenehm draussen. Wir kommen immer weiter südlich.

 

09.05.2019 Donnerstag Cartagena/Spanien 

Cartagena


Uuaah, fast hätten wir verschlafen. Um 8 Uhr auf und zum Frühstück, dann die Siebensachen gepackt und runter vom Schiff. Die Eile hat einen Namen AIDAstella! Die liegt auch hier und ist kurz nach uns gekommen, einziger erkennbarer Vorteil, wir liegen in besserer Position, was die Nähe zur Stadt betrifft. Gravierender Nachteil, die City wird geflutet von sehr vielen deutschen Touristen, die sich leider auch dementsprechend benehmen.

Nachdem der erste Schwall weg ist, wagen wir uns in die Altstadt von Cartagena, die sehr angenehm zu besichtigen ist. Auch für Shopping ist gesorgt und das ein oder andere Schnäppchen hat seinen neuen Besitzer gefunden.

Nachmittags wieder zurück zum Schiff, ab in die Diamond Lounge, hier hat man es vermutlich aufgegeben die Kaffeemaschine zu reparieren. Seit wir von Barcelona weg sind hat sie immer mal wieder gestreikt, jetzt ist nur noch ein Zettel dran, wo man seinen (guten) Kaffee holen kann.

Wie schon angenommen sind wir vor der AIDAstella rausgefahren, Richtung Gibraltar.

Am Abend besuchten wir nochmals die Happy Hour, bevor wir ins Izumi gingen. Nach einiger Abstinenz wollten wir das Restaurant wieder einmal probieren. Diesmal wurden wir nicht enttäuscht, die Kellnerin half uns bei der Auswahl, was alles ungemein erleichterte. 

 

Izumi


Ein rundum geglückter Abend mit Ausklang auf dem Balkon, wo die Sonne unterging.

 

10.05.2019 Freitag Gibraltar

Sonnenaufgang in Gibraltar

 

Blick nach Afrika

Diesmal etwas früher aufstehen, da wir eine kurze Zeit hier sein werden. Um 7.30 Uhr zum Frühstück, da waren schon viele wieder weg. Sie mussten ja zu ihrem Treffpunkt für die gebuchten Ausflüge. 

Wir wollten den Tag individuell gestalten. Der Plan war, zu Fuss zur Bushaltestelle, dann ein paar Stationen fahren, raus und weiter zum Strand.

Eigentlich ganz einfach, wir haben uns sogar vorab informiert, das Hopper Ticket für 6,00 £ oder 9,00 € pro Person (Stand 05/2019) sollte uns dies ermöglichen.

Es lief auch wie gewünscht, Ticket gekauft, Betrag passend gehabt und rein in den Bus, der nur vorne Türen hat. Die rote Stop Taste haben wir auch gleich gesehen, aber als unsere Haltestelle kam, funktionierte diese nicht...

So fuhren wir weiter, nach dem ersten Schock realisierten wir, jetzt geht's über den Flughafen nach Spanien. Kurz nach dem überqueren der Rollbahn kam jedoch noch eine Haltestelle und wir sind diesmal aufgesprungen und nach vorne, um dem Fahrer kundzutun, das wir raus wollen.


Also nix wie raus und wieder zurück über den Flughafen, diesmal zu Fuss, natürlich nicht ohne Erinnerungsfotos, dann waren wir wieder drüben. 


Auf dem Flughafen von Gibraltar


Denn wenn ein Flieger startet oder landet wird der Verkehr für einige Zeit unterbrochen. Dann geht nichts mehr. Jetzt wieder am Wunschpunkt, sind wir endlich die 1,1 km zum Strand (Eastern Beach) gegangen. Ein schöner Sandstrand mit Restaurant. 

 

Eastern Beach


Es ist auch möglich dass man hier Liegen und Schirme ausleihen kann. Jetzt wieder am Felsen entlang und zurück zum Bus Terminal. Da in den Bus in Richtung Süden gestiegen, und bei einem Einkaufszentrum wieder raus. Etwas Shopping und Preisrecherche betrieben dann wollten wir wieder zurück zum Schiff. Diesmal zu Fuss, es war auch einigermassen gut ausgeschildert, und je näher man dem Hafen kam, desto mehr Leute wurden es.

Kurz vor eins, sind wir wieder am Schiff und schlendern noch durch den Duty Free Shop, bevor wir endgültig zurück zur Kabine gingen. Die Sonne hat uns den ganzen Tag mit gut 25° verwöhnt, an manchen Stellen allerdings pfiff der Wind doch enorm. Vorab hatten wir uns auf das Johnny Rockets als Mittagsdestination festgelegt. Über die Öffnungszeiten am Schild "Open 15.00 PM - 23.00 PM" konnten wir nur lächeln. Das Gedeck kostet hier 9,95 $, da sind Softdrinks, Burger und eine Auswahl "Starters" inklusive.

 

Johnny Rockets - Starters


Satt ist man auf jedem Fall. Den gesundheitlichen Aspekt wollen wir hier nicht wissen, denn einen Milchshake für 5,00 $ genehmigten wir uns auch noch. Wobei ja einer bei dem Diamond Benefit’s Paket mit dabei ist.

 

Landung in Gibraltar


Etwas später als üblich sind wir dann natürlich zur Happy Hour erschienen, die Hütte war dennoch brechend voll. Wenn so viele hier auftauchen, ist es nicht mehr sehr angenehm. So haben wir dies zumindest empfunden.

Trotzdem noch in das Windjammer Restaurant um einen kleinen Happen zu essen. Alle Sorten von Fleisch und einiges an Fisch wurden hier gegrillt, das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Der Sonnenuntergang nach 21 Uhr auf offenem Meer entkam uns auch nicht, obwohl der Wind mächtig zugelegt hatte und der Fahrtwind von 19kn uns auch noch entgegen kam.



11.05.2019 Samstag Seetag

Heute der erste von zwei Seetagen. Wie schon vorhergesagt wurde ist es ein kühler, windiger Tag, aber sonnig, das macht es etwas erträglicher.

  

Leichtes Frühstück


Langeweile kommt trotzdem nicht auf, da für Mittag der Chops Grille Lunch reserviert ist. Wie meistens ist unsere Wahl auf die Mushroom Soup, das Angus Filet Mignon und diverse Beilagen sowie als Nachtisch einer von uns immer den New York Cheesecake haben muss. Ich bin da variabler.

Wie beim letzten Mal kam das Filet Mignon nicht Medium sondern durch gebraten. Aber trotzdem sehr weich und schmackhaft. Am Nachbartisch wurde dies Medium Rare bestellt, das kam so, wie wir es gerne gehabt hätten. Vielleicht muss man die verschiedenen Garstufen an die jeweilige Nation anpassen. Nächstes Mal bestellen wir Medium Rare.


Chops Grille


Übervoll bewegten wir uns nach unten zur Promenade, für einen Kaffee, da wir um diese Zeit, als Benefit ein Special Coffee Getränk ordern können, da die Kaffeemaschine in der Diamond Lounge seinen Dienst quittiert hat. Jetzt kann man zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten seinen Special Coffee bekommen.

Nur leider wollten dies jetzt ausgerechnet so viele, dass wir kurzfristig umdisponierten und einen normalen Kaffee uns holten. Ohne lange Wartezeit.

Kurz danach die zweite Überraschung dieser Reise, unser Gebot für die Business Class wurde von Lufthansa angenommen, vielen Dank dafür! Also fliegen wir auch von London heim in bequemer Umgebung. Jetzt mussten wir nur noch die Sitzplätze reservieren, das haben wir auch gemacht. Online Check in geht auch hier erst 23h vorher. Vor dem Abendessen wiederum in die Diamond Lounge, aber hier herrscht ein Stimmenwirrwarr, und eine Lautstärke, das wir schnell kapituliert haben, eine vernünftige Unterhaltung zu beginnen.

So zogen wir uns in das Windjammer Restaurant zurück, hier ist es bedeutend ruhiger, kein Gedränge, so genossen wir den Abend.

 

12.05.2019 Sonntag Gijón/Spanien 

Lotsenboot vor Gijon


Ein Kreuzfahrthafen der eigentlich keiner ist. Mitten im Industriehafen einfach ein grosses Zelt aufgeschlagen, fertig ist das Terminal. Solch improvisierten Gegebenheiten treten wir immer misstrauisch gegenüber.

 

Gijon


Auch diesmal hatten wir mit unserer Kabine auf Steuerbord die beste Sicht auf die schlechteste Lösung, wie man möglichst schnell viele Passagiere von A nach B bringt.

Angefangen hat es mit den vorab Informationen über jeden Hafen. Hier steht noch geschrieben, für 10,00 € kann man die Shuttlebus Tickets erwerben. Gestern Abend im Cruise Compass steht, dass der Shuttle frei ist. Sogar als die Freigabe Durchsage kam, wurde noch vermittelt, der Shuttle ist zum Bezahlen, wenige Minuten später wurde erzählt dass er doch frei sei... Na da soll sich einer auskennen.

Zurück zum Terminal, schon vor dem Anlegen sind sehr viele Leute an Land aufgeregt hin und her gelaufen und gefahren. Alles war da, von der Trachtengruppe angefangen bis zu Guardia Civil mit Maschinengewehren bewaffnet. 

Wir also ran an den Kai, dann festmachen und die ersten sind schon reingesprungen. Wie wir sehen konnten sind 10 Ausflugsbusse und etwa 15 Busse für den Shuttle-Verkehr. Jetzt kann man sich leicht ausrechnen, wenn etwa über 3000 Passagiere an Bord sind, und die von hier weg wollen. 

 


Es kam wie es kommen musste, das Schiff wurde freigegeben und die ersten strömten raus zu den Shuttle Bussen. Mittendrin dann die Ausflügler, die dann wieder rausfiltriert werden mussten. Alle Busse waren weg, aber der Strom nach draussen riss nicht ab, bis einer die geistreiche Idee hatte und mit einer Durchsage allen bekannt gab, das die nächsten Busse erst wieder in 40min kommen würden, man sollte doch im Schiff warten. Die Schlange reichte immerhin vom Schiff zum Zelt Terminal und genauso lang wieder hinaus. Bei den Informationen stand auch, dass die Fahrt in die Stadt etwa 20-25min dauert. Nach deutlich mehr als den angegebenen 40min kam der erste Bus wieder. Nach und nach trödelten auch die anderen ein und die Schlange löste sich etwas auf. Am Ende der zweiten Welle sind auch wir mitgefahren, bis zur Innenstadt von Gijón, am Plazuela del Marqués hielt der Bus und liess alle raus.

Da ja Sonntag war, hatten die Geschäfte nicht offen. So spazierten wir am Segelhafen entlang bis zum Strand, hier lagen sogar einige in windgeschützten Ecken, nur leicht bekleidet und sonnten sich.

Nach knapp eineinhalb Stunden bestiegen wir wieder den Shuttle Bus und fuhren wieder zurück. Mit einem leichten Nachmittags Brunch stärkten wir uns, bevor wir zur Diamond Lounge aufstiegen.

Abends war das Motto britisch, in der Dekoration sind neben 4 Ganzen Hühnchen (vermutlich aus Plastik), die die vier Beatles darstellen sollten, auch eine Muttertags Torte mit eingebaut.


The Beatles


Da diesmal alle pünktlich an Bord waren, erläuterte der Captain noch unsere nächste Route, wo auch einiges an Wind und bis zu 3,5m hohen Wellen vorkommen können.

In der Kabine bemerkten wir dies, vor allem das die Wellen und der Wind von der Seite kommen.

 

13.05.2019 Montag Seetag

Der letzte ganze Tag an Bord beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und beruhigter See. Es hätte so schön sein können, hätte... aber wir wurden aufgefordert, zeitlich eingeteilt nach Musterstationen, uns den Reisepass wieder abzuholen und zum Face Check bei den britischen Officers vorzustellen. Nein wir haben noch keinen Brexit, da wurden alle aufgefordert dem nachzukommen. Genau da lag der Haken an der Sache. Also Termin hatten wir um 9 Uhr im Sapphire Dining Room auf Deck 5. Mit deutscher Pünktlichkeit waren wir natürlich schon 10min vorher da, da war der Saal schon voll und davor eine kleine Schlange. An das End of the Line, und dann warten. Als wir endlich mal im Saal waren konnten wir sehen, Pässe gab es weit drüben und etwas weiter sassen zwei (!) Officer und schauten jeden in die Augen, ob der Pass auch dazu passt. Einmal rund um den Dining Room, hatten wir endlich unsere Pässe und traten zu der Dame. Von unserem Noch-Europäer wurden wir schnell erkannt und verabschiedet. Das ganze dauerte eine Stunde, na hoffentlich bleibt uns nun die Prozedur in Southampton erspart. Endlich konnten wir zum Frühstücken, da wurde dann mehrfach durchgesagt, es soll sich keiner mehr anstellen, denn die Schlange reichte nun bis zur Mitte von der Promenade.

Den ganzen Tag wurden nun die verschiedenen Bereiche die sich jetzt einfinden sollten durchgesagt. 

Mit Sonnenschein und 12° ist der Tag allerdings nicht besonders für Freiluftaktivitäten geeignet, darum verlegten wir unsere Interessen auf den Innenbereich. Angebote gab es genug, sogar ein Eis haben wir uns noch gegönnt. Auch der Check In auf den Heimflug bereitete keine Probleme. Dann aber frühzeitig zum Abendessen, da gab es Seafood in allen Variationen, sehr gut gemacht. Auch auf einen letzten Drink in der Diamond Lounge hatten wir noch Zeit. Verabschieden mussten wir uns allerdings etwas später von unseren Tischnachbarn, ein nettes Paar aus Australien, denn irgendwann mussten auch wir die Koffer packen. Das geschah jedoch sehr schnell, so hatten wir genügend Zeit zum Ausruhen, nachdem sie vor die Tür gestellt wurden. 

 


Der morgige Tag soll ja früh beginnen, bereits um 6.45 Uhr müssen wir von Bord gehen.

 

14.05.2019 Dienstag Ankunft in Southampton/England

Pünktlich um 5.30 Uhr haben wir in Southampton angelegt, woher ich das weiss? Nun zu dieser Zeit sind wir bereits wach gewesen und haben vom Balkon aus den Sonnenaufgang über der britischen Stadt fotografiert.

Nicht lange danach haben wir unsere Kabine verlassen und sind in das Windjammer um zumindest etwas Kleines zu frühstücken. Ja sicher, als Diamond Member hätten wir auch im Dining Room etwas ruhiger speisen können, aber unsere Erfahrung vom letzten Mal hat gezeigt, dass dies nicht unser Fall ist.

So gingen wir auch nicht zu dem Treffpunkt, sondern direkt von Bord, als einer der ersten. Unsere Koffer waren noch gar nicht da, aber eine sehr hilfsbereite Dame fragte sofort die emsigen Arbeiter, da sind die Koffer aber bereits aufgetaucht.

Nun zum Bus, da warteten schon einige, nochmals hinterfragt ob er auch den richtigen Terminal anfährt, alles OK, und wir warteten im Bus, bis dieser bereit zur Abfahrt war.

Punkt 7.00 Uhr fuhren wir ab in Richtung London Heathrow. Kurz nach Southampton bremste uns der morgendliche Berufsverkehr etwas aus, und es ging nur zähflüssig weiter. Knapp zwei Stunden später sind wir am Terminal 2, dem "Queens Terminal" eingetroffen und ohne grössere Verzögerung sofort zum Check In Schalter für die Business Class. Nach der Frage, ob wir auch Handgepäck hätten, zeigten wir dieses vor, und jeder erhielt den Anhänger aufgeklebt "Approved Cabin Baggage" (Genehmigtes Handgepäck) obwohl wir es nicht öffnen mussten. Die Dame erklärte noch, damit gehe es etwas schneller. Über Sinn und Unsinn solcher Aktionen kann man streiten...

Fakt ist, wir sind mit einem Affenzahn durch den Sicherheitscheck, umso schneller waren wir in der Lounge.

Auch hier, genau wie in München, eine ruhige und entspannte Atmosphäre mit kleinen und grossen Häppchen zu Essen und einiges zu trinken.

Die dreistündige Wartezeit verging fast wie im Flug, mit Blick auf die Startbahn.


Begrüssung am Flieger


Fazit: Sechs Häfen, vier Flughäfen zwei Flugzeuge und ein Schiff in einer Woche, was will man mehr. Zum zweiten Mal die Explorer of the Seas und zweimal eine schöne Reise gehabt. Nur über den Diamond Concierge kann man geteilter Meinung sein. Diesmal haben wir sie immerhin gesehen, gebraucht haben wir sie nicht.

Das Wetter hätte besser sein können, aber es war die meiste Zeit trocken. Obwohl der Altersdurchschnitt ziemlich hoch war, haben wir sehr nette Gespräche mit vielen interessanten Leuten geführt, und das ist auch der Unterschied, wenn man bei einer deutschen Cruise Line mitfährt.