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Explorer of the Seas 28.09. - 05.10.2018 Pazifik Coast

 

26.09.2018 Mittwoch Anreise nach Seattle mit Zwischenstopp in Reykjavik.

Am Mittwoch mit Icelandair über Reykjavik nach Seattle geflogen, knapp 4 Stunden bis Island, eine Stunde Aufenthalt und dann fast 8 Stunden weiter bis nach Seattle. Abflug in München pünktlich, auch die Ankunft am Airport Keflavik noch in der Toleranz. 15 Minuten vom Ankunftsgate bis zum Gate des Abfluges wurden fast spielend bewältig, aber dann hiess es warten. Mit einer guten halben Stunde Verspätung sind wir dann in die letzte Etappe gestartet.

Mit dieser fehlenden Zeit sind wir in Seattle gelandet. Wenigstens ist es bei der Immigration schneller voran gegangen, da haben wir wieder Zeit gut gemacht, die wir beim Kofferband verloren hatten, wichtig war, alles war da, und unversehrt.

Abholung durch die Verwandtschaft klappte auch, nur kurz einen Happen gegessen, dann ab ins Hotel.

Hier wurden wir an der Rezeption sehr freundlich und sogar auf Deutsch empfangen, und uns alles Nötige

erklärt, wie der Transfer zum Hafen abläuft usw.

Seattle/WA

 

27.09.2018 Donnerstag

Verwandtschaftliches Treffen und Shopping. Dabei erkannt, dass Seattle ein teueres Pflaster ist. Gut wenn Firmen wie AMAZON, BOEING, STARBUCKS und MICROSOFT (ums Eck) hier ihren Hauptsitz haben, dann werden diese Preise vermutlich auch bezahlt werden.

 

28.09.2018 Freitag Abfahrt von Seattle/WA - USA

Am Freitag dann sind unsere Koffer im Hotel um 8.30 Uhr abgeholt worden, diese bekommen wir direkt auf die Kabine geliefert, das nenne ich mal Service.

Wir selbst wurden um 10.30 Uhr abgeholt, die Fahrt zu sechst im Kleinbus dauerte nicht lange. Am Terminal direkt auf die Überholspur gewechselt und statt einem Gesundheitsfragebogen nur noch Antworten direkt gegeben, kurz noch eine Belehrung bekommen, als er gesehen hat, dass wir aus Deutschland sind, keine Dummheiten zu machen und nirgends hinauf zu steigen, Danke Daniel Küblböck!! Danach ging es schon hoch zum Schiff. Um 11.10 Uhr, etwas mehr als eine halbe Stunde nachdem wir das Hotel verlassen haben, betraten wir die Explorer of the Seas.

Natürlich sind die Kabinen noch nicht freigegeben, darum zuerst in das Windjammer Restaurant, etwas stärken. 

Um Punkt 13 Uhr wurde die Kabine freigegeben und sofort von uns bezogen. Eine Juniorsuite mit grossem Doppelbett, begehbaren Kleiderschrank einer Couch und zwei Polsterstühlen. Ablagen und Schubläden ohne Ende, ideal wäre sowas für eine weite Reise.

TV, Kühlschrank, Wasserkocher und Kaffeemaschine alles da. Sofort haben wir uns wohlgefühlt.

Alle um 15.30 Uhr zum Muster Drill auf Deck 4, natürlich ohne Schwimmwesten, danach ablegen von Seattle, nächstes Ziel Astoria.

Abendessen im Windjammer und den Absacker in der Star Lounge eingenommen. Dort erfuhren wir, dass auf dieser Reise etwa 700 Vielfahrer mit dem Status Diamond, Diamond plus und Pinnacle dabei sind, darum die Auslagerung in die Star Lounge.

 

29.09.2018 Samstag Astoria/OR - USA

Zuerst muss die Explorer of the Seas den Columbia River hoch bis kurz vor die Megler Bridge, dort ist die Anlegestelle unserer ersten Station. Das kleine und etwas verschlafen wirkende Städtchen Astoria in Oregon wurde nach John Jacob Astor benannt, der zuerst hier ein Fort gegründet hat. Ausser den Ausflügen in die nähere Umgebung scheint nichts möglich zu sein.

 

Riverwalk

Dabei gibt es drei Möglichkeiten um nach Downtown zu kommen, erstens mit dem Bus, hier fährt man mit den gelben Schulbussen für 6$ hinein, zweitens mit dem Astoria Riverfront Trolley dieser fährt für 1$ einfach oder 2$ hin und zurück, oder man spaziert einfach dorthin. Für letzteres haben wir uns entschieden, und es hat sich gelohnt. Ständig entdeckt man neues auf alten Pfaden, wie die brüllenden Seelöwen unter einer Brauerei, die auch Hopfen aus der Hallertau verwendet, ja die Welt ist klein...

 

Astoria/OR

Nebenbei berührt einen das Maritime Ehrenmal, wo alle Namen derer aufgelistet sind, die den Seemannstode erleiden mussten.

  

Ab und zu kommt die altertümliche Bahn daher, wo man an den Haltestellen jederzeit einsteigen kann, sofern man bezahlt hat.

Für den Rückweg wählten wir die Variante durch die Stadt, kleine Geschäfte und ein Imbissladen (Bowpicker) mit ewig langer Schlange davor sind uns ebenso im Gedächtnis geblieben, wie die freundlichen Einheimischen die für Fragen aller Art offen sind. Wieder an Bord, versuchten wir zum zweiten Mal den Kaffee in der Diamond Lounge, gestern war er fast nicht zu geniessen. Heute war er gut, von dort direkt in die Star Lounge um die Happy Hour nicht zu verpassen. Die Horsd’œuvre die dort zu den Drinks gereicht werden, sind grandios.

Kurz in der Kabine noch etwas Papierkram erledigt, auf der PC-Station die Rückflüge und E-Mails gecheckt, dann war es schon Zeit zum Abendessen. Wieder im Windjammer nahmen wir nur noch Kleinigkeiten zu uns, wir wollen uns ja bewusst nicht zu viel zumuten.

 

30.09.2018 Sonntag 1.Seetag

Warum gestern Abend noch die Kotztüten ausgehängt wurden, ist uns schleierhaft. Sicher es zieht ein Hurricane in Richtung Südkalifornien, aber schlimmstenfalls streifen wir noch seine Ausläufer am Rande. Mehr nicht, aber wenn manche schon das Wort Hurricane hören ist ihnen schlecht.

Heute Morgen jedenfalls, war es zwar genauso bewölkt wie gestern, aber der Wind hat etwas zugenommen. Wir sind bestens austariert, das Schiff bewegt sich so gut wie gar nicht, obwohl wir mit knapp 17 Knoten unterwegs sind.

Nach dem Frühstück nur wenig Zeit, denn es stand das Meet & Mingle Treffen an. Da es diesmal mit 190 Teilnehmern sehr gut besucht war, sind unsere Chancen auf einen Gewinn ziemlich gesunken. Wir haben auch nichts gewonnen, dann war das Ganze auch schon vorbei, es war diesmal nicht sehr toll aufgezogen worden.

Ein Schiffsrundgang bescherte uns neue Bekanntschaften, so kommt der Chefkoch aus dem Allgäu, und durch die Assoziation meines T-Shirts wurde ein anderes Pärchen auf uns aufmerksam. Sie ist Deutsche ihr Mann Amerikaner, und leben seit zwei Jahren in Seattle, vorher zehn Jahre in Deutschland.

Ich dachte wir wären diesmal die einzigen deutschen an Bord.

Mittagessen ist heute im Chops Grille, das Filet Mignon war wieder sensationell.

Den Nachmittagskaffee genossen wir wiederum in der Diamond Lounge.

Aufgebrezelt starteten wir in die erste Formal-Night. Beginnend in der Star Lounge mit den allabendlichen Häppchen und Cocktails. Ab 19 Uhr konnte man sich mit dem Captain ablichten lassen, danach teilte er allen mit, wie sich die Gäste zusammensetzen. Mit mehr als 2600 Passagieren waren die USA natürlich am stärksten vertreten. Über 400 sind aus Kanada an Bord, aus Australien etwa 90, aus England 45 und aus Mexiko 13. Dies waren die Top five von 3317 Gästen aus 31 Nationen an Bord. Das Personal ist aus 61 Nationen zusammengesetzt.

Ganz beiläufig erklärte er neben den Massen des Schiffes, dass bei der Durchfahrt der Golden Gate Bridge nur noch 12 Fuss Platz bleiben (etwa 3,70 m).

Das Windjammer wartete bereits auf uns, es kann noch so viel Gegner von Buffet Essen an Bord geben, wir bleiben dieser Form treu, hier ist die denkbar grösste Auswahl. Sogar sehr ranghohe Offiziere speisen hier täglich, auch der Captain. Witzig ist, dass viele vom Speisesaal hochkommen und sich hier dann den Nachschlag abholen.

Später hat auch der Chefkoch hier gegessen, dabei habe ich ihn gefragt, wann wir die Golden Gate Bridge passieren. Zwischen 6 und 6.30 Uhr wird dies morgen früh sein.

Das heisst, früh schlafen gehen, dieses Highlight wollen wir nicht verpassen. Laut Vorhersage soll es bis zu 19° warm werden und trocken bleiben.

 

Noch im Nebel
 

01.10.2018 Montag San Francisco/CA - USA

Sonnenaufgang vor San Francisco

 

 

 

 

Kurz vor der Golden Gate Bridge

Wie vereinbart haben wir uns mit Bekannten in San Francisco getroffen, sie haben uns abgeholt und eine schöne Tour zum Coit-Tower über die Lombard-Street zum Baker Beach zurück nach Chinatown zum Mittagessen, später in die Glückskeksfabrik und nach Fisherman's Wharf. Der Abschied am Terminal war kurz aber herzlich.

Glückskeksfabrik

Mit einem Zwischenaufenthalt in der Star Lounge, schöpften wir wieder neue Kraft, und gingen in unseren ersten gebuchten Ausflug der Panoramic Night Tour of San Francisco. Mit den allseits bekannten Doppeldeckerbussen starteten wir in Richtung Palace of Fine Arts kurzer Fotostopp, weiter zu den Russian Hill und Nob Hill zurück über den Union Square durch die City auf die Bay Bridge nach Treasure Island. Hier die Skyline von San Francisco in der Nacht bestaunt, dann wieder zurück zum Schiff.

Mit knapp 30 EUR ist der Preis nicht zu hoch, allerdings darf man von 1,5 Stunden Busfahrt nicht zu viel erwarten.

Skyline

 

02.10.2018 Dienstag San Francisco/CA - USA

Heute wieder Mal ausschlafen, dann marschierten wir zu Fuss los, in Richtung Pier 39.

Sealions - Pier 39

Da die meisten Geschäfte erst um 10 Uhr öffnen, hatten wir auch keine Eile. In 15 Minuten ist Pier 39 erreicht, hier ist alles was das Herz begehrt, jedes Klischee wird hier bedient, sogar ein Christmas-Shop ist da. Hauptattraktion sind jedoch die Seelöwen, hinten links zu finden, liegen sie auf Holzflössen faul rum und ab und zu fauchen oder grölen sie sich an.

Vormittags ist noch wenig Publikum, da kann man besser beobachten und Fotos machen. Die diversen Shops wurden natürlich auch besucht, und auf dem Weg zurück zum Schiff haben wir uns noch zwei Eistüten von Ben & Jerrys gegönnt, was mit 15 $ echter Luxus mit Hang zur Dekadenz ist.

Da das Wetter heute noch ein Tick besser war als gestern, die Temperatur auch um mindestens 2 ° höher ist, ist uns unser schattiger Balkon gerade recht, um den frühen Nachmittag zu geniessen. Um 16 Uhr ist ja auslaufen angesagt.

Wir hatten ja unsere Kabine Backbord (in Fahrtrichtung links), in San Francisco mit Blick auf die Bay Bridge, also mussten wir rückwärts raus vom Liegeplatz und dann drehen. Um 16.30 Uhr war es soweit. Wir legten ab. Jetzt haben wir freien Blick auf die City, zogen flott an Pier 39 und Fisherman’s Wharf vorbei, einen letzten Blick zu den Seelöwen. Mit 18 Knoten steuerten wir Richtung Golden Gate Bridge, nichts wie runter auf Deck 4 und rauf zum Heliport. Diesen Einfall hatten natürlich noch viele andere, aber der Wind blies eine recht steife Brise, so verkrümelten sich auch wieder einige. 

Das Wetter spielte mit und es gelangen tolle Bilder dieses doch berührten Ereignisses.

Golden Gate Bridge

Kurz vor der Brücke tutete der Captain den Spaziergängern zu, die oben waren. Da diese ansehnliche Gruppe zu uns herunterwinkte.

Kaum durch, die Brücke von der anderen Seite abgelichtet, begleitete uns ein Schwarm Pelikane eine Weile, dann bogen sie ab.

Pelikane

Emotional noch erhitzt, aber durch den Wind doch schon etwas abgekühlt, besuchten wir noch die Star Lounge, die ziemlich voll war, auch unsere neue Bekanntschaft aus dem Süden von Kalifornien traf kurz nach uns ein, so wurde es ein munteres Geplauder bis zum Abendessen. Dies nahmen wir natürlich im Windjammer ein. Mit Steaks und Shrimps rundeten wir den Tag ab.

 

03.10.2018 Mittwoch 2.Seetag

Wieder ein Ausschlaftag, leider haben sich das wieder mehrere gedacht, das Windjammer war ziemlich voll. Dies ist auch so ein Phänomen wo wir schon mehrfach beobachtet haben, zum Ende einer Reise kommen immer mehr in das Windjammer Restaurant.

Lässt denn das Hauptrestaurant nach? Den wahren Grund haben wir noch nicht gefunden.

Für andere Erkenntnisse ist der Captains-Corner gut zu haben. Leider sind auch immer wieder ernst gemeinte Fragen, die aber eigentlich schon jeder weiss mit dabei.

Diesmal die Frage, ob für das Nebelhorn jemand dort sitzt und dies betätigt. Kurzes Schmunzeln des Captains, dann erklärte dass es dafür eine Automatik gibt. Der Captain selbst, ein Norweger, ist schon 41 Jahre bei der Company und geht aber auch in 2 Tagen von Bord. Er hat immer 10 Wochen Dienst, 10 Wochen frei. That´s life.

 

Mittagessen nochmals in Chops Grille auf ein butterzartes Steak. Für den Nachmittag noch einen Milchshake bei Johnny Rockets mitgenommen. Diesmal habe ich aufgepasst, es sind ganze 5 Kugeln Eis und nur etwas Milch, was zusammen langsam verrührt wird.

Jetzt am Balkon die Sonne genossen und den Nachmittag und den Milchshake verrinnen lassen. Am Abend ist das Top Tier, eine Veranstaltung nur für die Vielfahrer. Diese darf ebenfalls nicht verpasst werden.

Kurz davor noch in die Star Lounge, um unseren Aperitif zu trinken, um kurz vor 19 Uhr wechselten wir in das Studio B zu der vorher genannten Veranstaltung.

Es war auch gut besucht, wenngleich auch die Location nicht die beste ist für so eine Veranstaltung. Als Special Event spielte die Streichergruppe des Capriccio Strings Quartett. Der Captain begrüsste alle nochmals ganz herzlich und gab das Mikrofon frei für seine Offiziere. Danach kam der Cruise-Director und erzählte aus der Geschichte von Royal Caribbean, leider nur sehr wenig über die Zukunft bzw. gar nichts zur Spectrum of the Seas. 

 

Sonnenuntergang

Für die Ehrungen kamen wieder alle auf die Bühne, zwei Paare erreichten den Pinnacle Status. Zwei Damen, eine mit etwas mehr als 2300 Nächten, die andere mit über 2600 Nächten wurden ebenfalls geehrt. Mit 50 Mitgliedern im Pinnacle Status ist diese Reise doch sehr hochwertig bestückt gewesen.

Kurz vor 20 Uhr war das Ende, und wir wechselten erneut die Position, und gingen ins Windjammer, der Captain folgte uns kurz drauf. Er bevorzugt aber immer einen Tisch alleine, er ist auch nur ein Mensch und irgendwann will auch er seine Ruhe haben. Dies respektieren wir natürlich.

 

04.10.2018 Donnerstag Victoria/BC - Kanada

Bei schönem Wetter zogen wir Richtung Victoria, Kanada. Ein richtiger schöner Oktobermorgen, mit 10° und fast kein Wind. Um 10 Uhr erreichten wir die Stadt, viele Wasserflugzeuge und Helikopter hatten diese schon von weitem angekündigt. 

In Victoria/BC

Diesmal waren wir bei den ersten die das Schiff verliessen, denn wir mussten zum Treffpunkt für das Whale Watching. Optimale Bedingungen dafür waren es ja, wenn wir jetzt auch noch Wale sehen, ist es ein perfekter Ausklang.

Erstmal wird aufgeteilt, wir durften auf das kleinere Schiff, die Pacific Explorer I. Kurze Erklärung für die Schwimmweste, und los geht's.

Orcas

An der Explorer of the Seas vorbei, raus in die Salish Sea. Einige Zeit später, die Motoren wurden langsamer, ein paar Delfine kreuzten unseren Weg. Wieder mit mehr Tempo sind wir zu den anderen Booten mit dem gleichen Ziel hinzugestossen. Da bewegte sich was im Wasser, ja es waren Buckelwale. Wir verharrten länger auf dieser Position, jetzt zeigte sich eine kleine Familie von Orcas, schön zu sehen. Immer wieder tauchten sie ab und kamen wieder hoch. Ausgiebig konnte man diese anmutigen Tiere beobachten und den einen oder anderen Schnappschuss machen. Dann drehten wir ab, und die Meeresbiologin, die mit an Bord war, und uns alles über die Wale erzählte, und wie sie diese auseinander halten, um sie zu erkennen, sagte dass wir jetzt zu einer Stelle fahren, wo die Delfine sind.

Aber weit und breit kein Delfin zu sehen. Stattdessen ein weiterer Buckelwal, der schön seine Fluke gen blauen Himmel reckte.

Auch hier wieder genügend Zeit diesen Moment für die Ewigkeit festzuhalten oder einfach zu geniessen.

Dann aber sind wir zurück gefahren in den Hafen. 

 

Um die Herbstsonne noch etwas spüren können, machten wir einen Spaziergang zum nahen Strand, der mit Felsen durchzogen und mit Treibholz jeder Grösse voll ist.

Wieder zurück an Bord, besuchten wir das Johnny Rockets, dieses Hamburger Restaurant im Stile der Rockabilly Zeit bietet Komplettpakete für jeden Geschmack.

Den Nachmittagskaffee nahmen wir aber wieder in der ruhigeren Diamond Lounge ein. Da waren auch unsere neuen Bekannten aus Kalifornien, denen wir natürlich unsere Eindrücke vom Whale Watching schilderten, dann wurde es aber auch schon Zeit Abschied zu nehmen, denn das Kofferpacken war heute noch angesagt.

Vor dem letzten Abendessen allerdings erst einmal das sortieren, wo was hin soll. Dann der letzte Abend im Windjammer, hier hat man sich erneut übertroffen, es war Seafood das Motto. Mit 2 Muschelsorten und sage und schreibe über 10 verschiedenen Fischgerichten zu den Fleischgerichten und spezielle Gerichte für Vegetarier und Allergiker war die Auswahl riesengross und sicher nicht einfach.

Über das Kofferpacken möchte ich nicht berichten, dies ist nach der Abreise der zweitschlimmste Akt einer Reise.

Es wurde aber alles pünktlich geschafft und vor die Tür gestellt.

 

05.10.2018 Freitag Ankunft in Seattle/WA - USA

 

Seattle am Morgen

Sehr früh schellte der Wecker, denn wir hatten einen Transferausflug gebucht, also erst eine kleine Stadtrundfahrt, anschliessend noch Besuch der Space Needle später dann der Transfer zum Flughafen.

Treffpunkt war das Palace Theatre. Dort bekamen wir unsere Sticker und warteten etwas, bis wir geschlossen das Schiff verliessen und zum Terminal gingen, unsere Koffer abholten und auf den Weg zum Bus machten. In Seattle regnete es leicht, aber wir mussten ja nirgends raus. Während der Busfahrt, so ganz nebenbei wurden wir auch mit Informationen versorgt, dass es in Seattle 50.000 Hunde mehr als Kinder gibt, das AMAZON bereits 37 Gebäude in der Innenstadt besitzt und es immer mehr werden. Ganz glücklich sind die Einheimischen damit nicht, so schien es uns.

Da die Stadt viele bergige Strassen hat, quälte sich der vollbesetzte Bus inklusive Gepäck seiner Insassen hinauf. Bis, ja bis der Regen stärker wurde und wir an einem dieser steilen Anfahrten hängen blieben. Unsere junge Fahrerin, die diesen Bus souverän durch noch so enge Strassen manövrierte, probierte es zweimal, jedes Mal mit durchdrehenden Rädern, aber es war nichts zu machen, wir mussten wieder rückwärts runter. Sie entschuldigte sich vielmals, aber alle Passagiere nahmen dies nicht tragisch.

 

Space Needle

Beim Parkplatz vor der Space Needle wurden wir rausgelassen, und hatten 1,5 Stunden Zeit diese zu besichtigen. Die Eintrittskarten dafür händigte uns die Busfahrerin aus. Zum festgelegten Zeitpunkt wäre sie wieder hier. 

Bei der Space Needle muss man erst einmal um das Gebäude rumgehen, bis man zum Eingang kommt. Kurze Kontrolle, noch das obligatorische Foto, das man anhand des Codes auf der Eintrittskarte später kostenlos downloaden kann, dann geht es auch schon in einen der beiden Aufzüge.

In etwa 40 Sekunden ist man oben auf der in 158 Meter Höhe gelegenen Plattform. In dieser kurzen Zeit wird einem alles Wissenswerte über das 184 Meter hohe und 1962 gebaute Gebäude beigebracht.

Glasboden und Antrieb

Oben ist ein kleines Café und auf zwei Ebenen, eine mit Besucherterrasse, die andere, mit teilweise Glasboden auf 152 Meter, dreht sich in einer halben Stunde einmal rundum.

In der Ferne die Explorer of the Seas

Trotz Regens schossen wir unzählige Fotos und blickten ins weite Rund. Auch die Explorer of the Seas war deutlich zu sehen und daher vielfach abgelichtetes Motiv.

Wieder runter mit dem Fahrstuhl, kommt man nicht bis ganz nach unten, sondern bis zum Souvenirshop und dem dahinter liegenden Ausgang muss man laufen.

Bis zur Ankunft unseres Busses dauerte es noch ein Weilchen, aber der Regen wurde immer mehr. Alle da, jetzt erklärte die Fahrerin, dass wir in 20 - 30 Minuten am Flughafen sein werden.

Genau so war es auch, am Airport angekommen, kam eine Servicemitarbeiterin rein und erläuterte uns den Weg zum richtigen Terminal.

Raus aus dem Bus, die Koffer geschnappt und dann machten wir uns selbst auf den Weg zum CheckIn. Da Icelandair eine relativ unbekannte Fluggesellschaft ist, ist der Weg am Airport umso länger. Die Strecke wurde aber im trockenen zurückgelegt, so war dies keine Tragödie. Beim CheckIn sind wir sofort drangekommen und konnten auch wieder beide Flugstrecken miteinander einchecken. Aufgefallen ist nur die dringliche Frage, wie viel Handgepäckstücke man mitführt. Dann der Weg zum Sicherheitscheck, da sind wir vorerst an der Schlange vorbei gelaufen, bis wir weiter hinten erst das "End of the Line" gesehen haben aber auch gleichzeitig entsetzt waren über deren Länge.

Die Mitarbeiterin sagte es dauert nur 20 Minuten, ob dies nicht zu euphorisch ist, zudem der Mitarbeiter viel weiter vorne auch 20 Minuten als Ziel angibt.

Es hilft nichts hier muss man durch, und sich aufregen, wäre hier grundverkehrt. Tatsächlich geht es flott voran, wir kommen kaum zum Stillstand, dann erste Kontrolle ob man Pass und Ticket bereit hat. Weiter zur nächsten, hier schnüffelte der Hund am Gepäck. Nun vermutet man, scharf kontrolliert zu werden und alles ablegen, was irgendwie geht. Die Wahrheit, nichts, aber auch gar nichts, weder Gürtel noch Uhr oder Schuhe mussten auf das Band. Auch Geldbörse blieben stecken, nur die Tasche und die Jacke, mehr nicht. Durch den Scanner gegangen und wir haben dies erledigt. Verglichen mit anderen Flughäfen auf der Welt ist dieses Prozedere eigentlich lächerlich. Nur so sind vermutlich auch die enorme Anzahl an wartenden Passagieren zu bewältigen. Sicher man wird seit dem Betreten des Airports überall beobachtet, und die geschulten Augen picken sich ihre Pappenheimer schon raus, aber vieles bleibt bestimmt unentdeckt.

Abflug von Seattle

Fast pünktlich hoben wir ab, in Richtung Norden. Die Maschine flog auch gleich über Kanada hinweg nach Grönland, bis wir in Keflavik im Dunkeln landeten.

Raus aus dem Flieger, ein paar Meter über das Vorfeld gelaufen, und rein in den Terminal.

Bei den eiskalten Temperaturen (+1°) legte man gerne einen Gang zu.

 

Schnell durch die automatische Passkontrolle und wir waren wieder in Europa. In 5 Minuten sind wir zum neuen Abfluggate gegangen, da hat kurz darauf auch schon das einsteigen für die First Class (bei Icelandair ist dies die Saga-Premium-Class), dann waren auch schon wir dran mit dem einsteigen.

über Kanada
Zwischenlandung in Keflavik

Aus dem Fenster habe ich noch unseren vorherigen Flieger mit seiner auffälligen Lackierung gesehen, der direkt neben uns stand. So müsste das Koffer umladen kein grosses Problem sein.

Etwa 15 Minuten später als geplant sind wir dann Richtung München abgehoben, wobei wir noch ein gutes Stück über die Südküste Islands und deren Gletscher geflogen sind. An den Färöer-Inseln vorbei, sind wir nach den Shetland-Inseln abgebogen immer weiter südlich.

Um 13.20 Uhr, die 15 Minuten haben wir mitgenommen, sind wir in München am Flughafen gelandet. Alle Koffer da und nicht beschädigt.

 

Fazit:

Da dies keine übliche Kreuzfahrt sein sollte, hat die Planung dieser Reise bereits vor über einem Jahr begonnen, erste Buchungen 11 Monate vor dem Start. Nach und nach sind immer mehr Details, wie Transfers und Hotel dazugekommen, es war aber immer und jederzeit alles durchgeplant und es ist fast alles minutiös genauso verlaufen. Darum kann man sagen, dies war eine gelungene Reise, mit neuen Eindrücken von alten Erlebnissen und sagenhaften Momenten.

Das Schiff hat eine gute Grösse, die man gut beherrschen kann, die Wege sind nicht zu weit und die Restaurants sehr gut. Das Personal ist gut eingearbeitet und weiss sofort was einem fehlt.